Newsletter

Melde Dich für den NewsLetter an!
captcha 

An- / Abmelden

Unterstütze uns!

 

"Werde, der Du bist!"

Diesen Satz kann man dieser Tage in der einen oder anderen Form allenthalben finden.

Warum habe ich den gerade als Blickfang auf meine Startseite gepackt? Nun, weil er eigentlich in der knappsten Form beschreibt, worum es mir geht. Und zwar nicht nur, worum es mir bei meiner Arbeit (als Coach) geht, sondern eigentlich auch, was mein 'Lebesmotto' (was für ein blöder Begriff!) sein könnte.

Die wesentliche Frage, die mich seit Jahren um- und antreibt (nicht zufällig so etwa seit meiner 'Mid-Life-Crisis') ist die 'Wer bin ich?' und "Wofür bin ich hier?"

Inzwischen würde ich es sogar so sagen, dass beide Fragen in eine zusammenfallen: "Wer bin ich wirklich?". Das 'wofür bin ich hier?' ergibt sich dann wie selbstverständlich aus der Antwort auf die erste Frage.

Womit ich nicht sagen will, dass ich die Antwort für mich gefunden hätte, sondern eher, dass die Antwort sich mir eben immer wieder neu und frisch aus dem andauernden Prozess, der zu werden, der ich bin, offenbart.

Klingt ein bisschen verwirrend? Ja. Ist es auch. Zumindest für unseren kleinen, beschränkten, rationalen Verstand. Der halt immer wieder 'definieren' (=abgrenzen) möchte und versucht, Widersprüchliches oder Paradoxien aufzulösen und allem eine rationale Erklärung zu geben. Was aber in unserer vieldimensionalen, sich in einem ständigen Entwicklungsprozess befindlichen Wirklichkeit nicht immer vollständig möglich ist.
So ist die Antwort auf die Frage, wer ich denn wirklich bin, leider mit dem rationalen Verstand alleine wohl nicht zu finden. Dazu braucht es dann noch andere Erkenntnismodi, die weniger den Fokus auf die 'objektive' Wahrheit legen, sondern den Blick nach Innen wenden, um mit den wunderbaren Werkzeugen, die uns die spirituellen und mystischen Traditionen überliefert haben, mein 'wahres Selbst' zu erkunden.

Oder um es mit Rainer Maria Rilke zu sagen:

Man muss Geduld haben gegen das Ungelöste im Herzen und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher,
die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man auch die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken eines fremden Tages in die Antwort hinein.