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Spirituelle Arbeit und Geld

 

Darf man für 'spirituelle Angebote' Geld nehmen?

Das ist eine berechtigte und gute Frage. Aus - wie ich finde - gutem Grund ist es traditionell so, dass mit 'dem Dharma' keine Geschäfte gemacht werden dürfen.

Also sollte doch jegliche Form 'spiritueller Dienstleistung' idealerweise unentgeltlich sein, oder?

Nur, wir leben in einer Gesellschaft, in der wir - um am sozialen Leben in der Gesellschaft teilnehmen zu können - auf den Austausch von Geld angewiesen sind. Solange ich nicht in einem Kloster lebe, werde ich meine Miete, meine Kleidung und mein Essen bezahlen müssen.

Gut, dann könnte ich mich ja jetzt für ein Leben im Kloster entscheiden, und meine Angebote spiritueller Arbeit in diesem Kontext machen?
Grundsätzlich ja.
Und, es gibt einen guten Grund, das nicht zu tun, sondern weiterhin mit beiden Beinen in der Gesellschaft stehend am gewöhnlichen sozialen Leben teilzuhaben.

Die besondere Art der Arbeit mit den Mondo Zen Dialogen schlägt eine Brücke zwischen unserer spirituellen Tiefendimension (dem 'absoluten Selbst') und unserem Sein in der manifesten Welt (dem 'relativen Selbst'). Um als Mondo Zen Begleiter und -Lehrer diesen Brückenbau bei meinen Teilnehmern bestmöglich unterstützen zu können, ist es hilfreich, ihn erst einmal selber konsequent zu praktizieren und meine Spiritualität in der Gesellschaft zu leben.
Um diese Arbeit möglichst gut machen zu können, braucht es viel Erfahrung. Viel Erfahrung bedeutet viel Zeit zu investieren. Zeit, in der ich dann keiner anderen Erwerbsarbeit nachgehen kann.

Wie also mit diesem Dilemma umgehen?

Ich habe das für mich so entschieden, dass ich für meine Integral Zen Angebote (Mondo Zen Einzelsessions, Workshops und Meditationsabende) kein Geld nehme, sondern meine Teilnehmer einlade, einen für sie angemessenen Beitrag zu geben.
Angelehnt an das 'Dana-Prinzip' kann jeder die Höhe seines Beitrages selber entscheiden.

Als Teilnehmer bist Du dann frei, Dich zu entscheiden: wenn Dir z.B. so ein Tagesworkshop die empfohlenen 95 EUR nicht wert ist (auch wenn Du sie bezahlen könntest), dann solltest Du vielleicht überlegen, ob dies das richtige Angebot für Dich ist. Wenn Dir der Workshop grundsätzlich 95 EUR wert wäre, Du die aber gerade aufgrund Deiner finanziellen Situation nicht bezahlen kannst, dann darfst Du einen niedrigeren, für Dich möglichen Betrag wählen.

Ermöglicht wird das dadurch, dass alle Teilnehmer eingeladen sind, nach Möglichkeit auch mehr zu geben (was einige auch gerne tun). Durch dieses 'Pay it forward' Prinzip wird einerseits erreicht, dass niemand aus Geldmangel auf eine Teilnahme verzichten muss, andererseits aber auch genügend Einnahmen vorhanden sind, dass die Kosten gedeckt sind und ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

'Geben ist seliger denn nehmen'. Das sollte meines Erachtens für beide Seiten gelten.

 

Siehe auch den aktuellen Artikel von Doshin Roshi zur 'Gegenseitigkeit von Großzügigkeit'.

 

Anmerkung: 10% aller Einnahmen gehen als 'Dana' an den Mondo Zen Hollow Bones Orden.

Weiterführendes zu dem Thema gibt's in diesem sehr spannenden Artikeln von Ken Wilber 'right bucks',  den es auf den Seiten des Integralen Forums auch in deutscher Übersetzung gibt.